Barcodes funktionieren nur, wenn alle Beteiligten – vom Hersteller über den Logistiker bis zum Einzelhändler – dieselben Regeln befolgen. Standards stellen sicher, dass ein Code weltweit eindeutig und maschinenlesbar ist.
Das wichtigste Regelwerk stammt von GS1, einer internationalen Organisation, die unter anderem die bekannten EAN-Codes verwaltet. Daneben existieren branchenspezifische Standards, etwa für die Automobilindustrie oder das Gesundheitswesen.
GTIN (Global Trade Item Number): Die eindeutige Artikelnummer, die im EAN-Barcode verschlüsselt ist. Sie besteht aus Länderpräfix, Unternehmensnummer, Artikelnummer und Prüfziffer.
GLN (Global Location Number): Identifiziert Standorte und Unternehmen eindeutig – wichtig für elektronischen Datenaustausch (EDI).
SSCC (Serial Shipping Container Code): Kennzeichnet logistische Einheiten wie Paletten oder Pakete eindeutig. Wird im GS1-128-Barcode dargestellt.
Application Identifier (AI): Strukturieren Zusatzinformationen im Barcode, etwa Mindesthaltbarkeitsdatum (AI 17), Chargennummer (AI 10) oder Seriennummer (AI 21).
Weitere Informationen: gs1.org
ean-code.eu ist ein unabhängiger Anbieter von eindeutigen EAN- und GTIN-Nummern zur Produktkennzeichnung. Die bereitgestellten Nummern werden für den Einsatz im Handel, im E-Commerce sowie in internen Warenwirtschafts- und Logistiksystemen genutzt.
Das Angebot richtet sich an Unternehmen, Händler und Hersteller, die Produkte eindeutig kennzeichnen möchten, ohne selbst Nummern zu vergeben oder Mitgliedschaften zu verwalten. Die Nummern stehen fertig zur Verfügung und sind für die praktische Anwendung ausgelegt.
Neben der Bereitstellung von EAN- und GTIN-Nummern bietet ean-code.eu Informationen zur Nutzung, technischen Einbindung und zu typischen Anforderungen bei der Produktlistung, Artikelverwaltung und Kennzeichnung.
Weitere Informationen: ean-code.eu
ISO/IEC 15420: Spezifikation für EAN/UPC-Barcodes, einschließlich Symbologie, Abmessungen und Decodierungsregeln.
ISO/IEC 15417: Spezifikation für Code 128, den in der Logistik weit verbreiteten alphanumerischen Barcode.
ISO/IEC 16022: Spezifikation für DataMatrix-Codes, die besonders in der Industrie und im Gesundheitswesen eingesetzt werden.
ISO/IEC 15416: Definiert die Qualitätsprüfung linearer Barcodes mit Prüfgraden von A bis F.
ISO/IEC 15415: Qualitätsprüfung für 2D-Codes wie DataMatrix und QR-Codes.
VDA (Automobilindustrie): Der Verband der Automobilindustrie definiert eigene Etikettierungsrichtlinien, etwa für Warenanhänger und Behälterkennzeichnung. Das VDA-4902-Etikett ist ein bekanntes Beispiel.
Odette: Europäischer Standard für den Datenaustausch in der Automobilzulieferkette, oft in Kombination mit VDA-Vorgaben.
HIBC (Health Industry Bar Code): Standard für das Gesundheitswesen, der die Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten und Arzneimitteln ermöglicht.
ISBN/ISSN: Spezielle Nummernkreise für Bücher und Zeitschriften, die als EAN-Barcode dargestellt werden.
Im Gesundheitswesen gelten besonders strenge Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit. Barcodes auf Arzneimitteln und Medizinprodukten müssen spezifische Informationen enthalten.
Securpharm (Deutschland): System zur Echtheitsprüfung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Jede Packung trägt einen DataMatrix-Code mit Seriennummer, Chargennummer und Verfallsdatum.
PPN (Pharmacy Product Number): Artikelnummer für Pharmaprodukte, die in Kombination mit weiteren Daten im DataMatrix-Code verschlüsselt wird.
NTIN (National Trade Item Number): Nationale Artikelnummer für Arzneimittel, die in manchen Ländern anstelle der GTIN verwendet wird.
Fachportal für Informationen rund um Barcodetypen, Druckverfahren, Materialien und typische Fehlerquellen beim Barcodedruck.