Die Wahl des Druckverfahrens beeinflusst maßgeblich, wie zuverlässig ein Barcode gelesen werden kann und wie lange er lesbar bleibt. Ein hochwertiger Thermodrucker erzeugt scharfe Kanten und präzise Strichbreiten, während ein einfacher Tintenstrahldrucker unter Umständen unscharfe Ränder produziert.
Neben der Druckqualität spielen auch Faktoren wie Druckgeschwindigkeit, Haltbarkeit der Etiketten und laufende Kosten eine Rolle. Im Büroumfeld genügt oft ein Laserdrucker, während in der Logistik oder Produktion spezialisierte Etikettendrucker erforderlich sind.
Die folgenden Abschnitte stellen die gängigsten Druckverfahren vor und erläutern ihre jeweiligen Stärken und Schwächen.
Versandetiketten, Kassenbons, Eintrittskarten, kurzfristige Lagerkennzeichnungen
Produktetiketten, Inventaretiketten, Typenschilder, Pharma- und Lebensmittelkennzeichnung
Kleinauflagen, Büroanwendungen, farbige Etiketten, Versandlabels (bei geringem Volumen)
Büroetiketten, Versandpapiere, Dokumentenkennzeichnung, Selbstklebeetiketten auf Bögen
| Kriterium | Thermodirekt | Thermotransfer | Inkjet | Laser |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | Mittel | Mittel bis hoch | Niedrig | Niedrig bis mittel |
| Verbrauchskosten | Niedrig | Mittel (Ribbon) | Hoch (Tinte) | Mittel (Toner) |
| Druckgeschwindigkeit | Sehr hoch | Hoch | Mittel | Mittel bis hoch |
| Haltbarkeit | Gering (Monate) | Sehr hoch (Jahre) | Mittel | Gut |
| Druckqualität | Gut | Sehr gut | Variabel | Sehr gut |
| Farbdruck | Nein | Eingeschränkt | Ja | Ja |
| Materialvielfalt | Gering | Sehr hoch | Mittel | Gering bis mittel |
Für Versandetiketten, die nur wenige Tage benötigt werden, ist Thermodirektdruck die wirtschaftlichste Wahl. Die geringen Verbrauchskosten und hohe Geschwindigkeit machen ihn ideal für hohe Stückzahlen.
→ Empfehlung: Thermodirektdruck
Etiketten, die über Monate oder Jahre lesbar bleiben müssen – etwa auf Maschinen, Chemikalien oder Lebensmitteln – erfordern Thermotransferdruck. Die Kombination mit geeigneten Ribbons und Folien bietet maximale Beständigkeit.
→ Empfehlung: Thermotransferdruck
Für gelegentliche Barcode-Etiketten im Büro genügt oft der vorhandene Laserdrucker. Er liefert scharfe Ergebnisse auf Standard-Etikettenpapier und erfordert keine zusätzliche Investition.
→ Empfehlung: Laserdruck
Wenn Logos, farbige Hintergründe oder Grafiken gedruckt werden sollen, ist der Inkjetdruck die flexibelste Option. Für höhere Auflagen bieten sich auch industrielle Farbinkjet-Systeme an.
→ Empfehlung: Inkjetdruck
Die Druckauflösung wird in dpi (dots per inch) angegeben und beschreibt, wie viele Punkte pro Zoll (2,54 cm) gedruckt werden können. Je höher die Auflösung, desto feiner und schärfer erscheint der Barcode.
Standardauflösung für die meisten Anwendungen. Ausreichend für EAN/GTIN, Code 128 und größere QR-Codes.
Mindest-Modulbreite: ~0,125 mm
Empfohlen für kleine Barcodes, DataMatrix-Codes und Pharmaetiketten. Bessere Kantenschärfe.
Mindest-Modulbreite: ~0,085 mm
Höchste Präzision für kleinste Codes, Elektronikkomponenten und hochwertige Grafiken.
Mindest-Modulbreite: ~0,042 mm
Wichtig: Eine höhere Auflösung bedeutet nicht automatisch bessere Lesbarkeit. Entscheidend ist, dass die Auflösung zur Barcode-Größe passt. Ein großer Versandetikett-Barcode profitiert kaum von 600 dpi, während ein winziger DataMatrix-Code auf einem Bauteil diese Auflösung benötigt.
Bei der Wahl des Druckverfahrens sollte nicht nur der Anschaffungspreis des Druckers berücksichtigt werden. Die Gesamtbetriebskosten (TCO)über die Lebensdauer des Geräts können ein völlig anderes Bild ergeben.
| Kostenart | Thermodirekt | Thermotransfer |
|---|---|---|
| Drucker (Abschreibung/Jahr) | 150 € | 200 € |
| Etiketten (pro Jahr) | 480 € | 360 € |
| Ribbons (pro Jahr) | – | 240 € |
| Wartung | 50 € | 80 € |
| Gesamt pro Jahr | 680 € | 880 € |
Hinweis: Dieses Beispiel zeigt, dass Thermodirekt bei kurzlebigen Etiketten günstiger ist. Werden jedoch langlebige Etiketten benötigt, relativieren sich die Mehrkosten des Thermotransfers durch den Wegfall von Neudruck oder Reklamationen.
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