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Anwendungsbereiche

Wo Barcodes in der Praxis eingesetzt werden, welche konkreten Vorteile sie bringen und wie der Einstieg gelingt.

Barcodes in der Praxis

Barcodes begegnen uns täglich – auf Produkten im Supermarkt, auf Paketen oder auf Eintrittskarten. Doch ihr Einsatzgebiet reicht weit über den Einzelhandel hinaus. In Produktion und Logistik sind sie unverzichtbar für die Rückverfolgbarkeit, im Gesundheitswesen sichern sie die Patientensicherheit.

Die Anforderungen an den Barcodedruck unterscheiden sich je nach Branche erheblich. Ein Versandetikett muss nur wenige Tage halten, ein Typenschild auf einer Maschine dagegen jahrzehntelang lesbar bleiben. Die richtige Wahl von Code-Typ, Material und Druckverfahren entscheidet über den Erfolg.

Typische Einsparungen durch Barcodes

  • Zeitersparnis bei Datenerfassung70–90%
  • Reduktion von Eingabefehlernbis 99%
  • Schnellere Inventur50–80%
  • Weniger Fehllieferungen60–85%
  • Amortisation

    Die Investition in ein Barcode-System amortisiert sich typischerweise innerhalb von 6–18 Monaten durch reduzierte Arbeitszeit und weniger Fehler.

    Logistik & Versand

    In der Logistik ermöglichen Barcodes die automatische Erfassung und Verfolgung von Sendungen. Vom Wareneingang über die Lagerung bis zur Auslieferung wird jeder Schritt dokumentiert.

    Versandetiketten: Enthalten neben der Empfängeradresse meist einen Code 128 oder 2D-Code mit Sendungsnummer, Gewicht und Routing-Informationen.

    Palettenauszeichnung: Der SSCC (Serial Shipping Container Code) im GS1-128-Format identifiziert logistische Einheiten eindeutig.

    Lagerkennzeichnung: Regalplätze und Lagerzonen werden mit Barcodes versehen, um Einlagerung und Kommissionierung zu beschleunigen.

    Anforderungen: Etiketten müssen dem Transport standhalten – Feuchtigkeit, Abrieb und Temperaturschwankungen sind häufige Herausforderungen.

    Echtzeit-Tracking

    Moderne Logistiksysteme erfassen jeden Scan in Echtzeit. Kunden können ihre Sendung online verfolgen, und Unternehmen erkennen Engpässe sofort.

    Produktion & Fertigung

    In der Fertigung dienen Barcodes der Prozesssteuerung und Rückverfolgbarkeit. Jedes Bauteil kann über seinen gesamten Lebenszyklus verfolgt werden.

    Bauteilkennzeichnung: Seriennummern und Chargennummern werden direkt auf Komponenten oder deren Verpackung aufgebracht. Bei kleinen Teilen kommen oft DataMatrix-Codes zum Einsatz.

    Prozesssteuerung: Scanner an Fertigungslinien erfassen, welches Teil gerade bearbeitet wird, und steuern die nachfolgenden Arbeitsschritte.

    Qualitätssicherung: Die Dokumentation von Prüfschritten erfolgt durch Scannen der Bauteilcodes.

    Anforderungen: Typenschilder müssen oft chemikalienbeständig, hitzebeständig und abriebfest sein – hier kommen Harz-Ribbons und Spezialfolien zum Einsatz.

    Direct Part Marking

    Bei permanenter Bauteilkennzeichnung wird der Code direkt in das Material eingraviert – durch Laser, Nadelprägen oder Ätzen. Etiketten sind hier nicht geeignet.

    Einzelhandel

    Der Einzelhandel ist der klassische Anwendungsbereich für Barcodes. Der EAN-Code auf Produktverpackungen ermöglicht die automatische Preiserfassung an der Kasse.

    Point of Sale: Kassensysteme lesen den EAN-Code und rufen den Preis aus der Datenbank ab. Gleichzeitig wird der Bestand aktualisiert.

    Preisauszeichnung: Etiketten mit Preis und Barcode werden im Geschäft gedruckt – für Obst, Fleisch oder andere offene Ware.

    Inventur: Mobile Scanner erfassen alle Produkte im Regal und gleichen den Bestand mit dem Warenwirtschaftssystem ab.

    Anforderungen: Gute Lesbarkeit auch bei unterschiedlichen Verpackungsmaterialien und Rundungen.

    Self-Checkout

    An Selbstbedienungskassen scannen Kunden ihre Produkte selbst. Die Qualität der Barcodes ist hier besonders wichtig, um Frustration zu vermeiden.

    Gesundheitswesen

    Im Gesundheitswesen geht es bei Barcodes um Patientensicherheit und Rückverfolgbarkeit. Fehler bei der Medikamentenausgabe können lebensbedrohlich sein.

    Patientenidentifikation: Armbänder mit Barcode oder 2D-Code stellen sicher, dass Medikamente, Blutkonserven oder Laborproben dem richtigen Patienten zugeordnet werden.

    Arzneimittelkennzeichnung: Jede Medikamentenpackung trägt einen DataMatrix-Code mit Seriennummer, Charge und Verfallsdatum – Teil des Fälschungsschutzsystems.

    Medizinprodukte: Die UDI-Pflicht verlangt, dass alle Medizinprodukte eindeutig gekennzeichnet sind – von der Hüftprothese bis zum Katheter.

    Anforderungen: Beständigkeit gegen Desinfektionsmittel, Sterilisation und Feuchtigkeit. Oft sind spezielle Materialien erforderlich.

    Bed-Side-Verification

    Vor der Medikamentengabe werden Patientenarmband und Medikamentenpackung gescannt. Das System prüft, ob beides zusammengehört.

    Weitere Einsatzgebiete

    Bibliotheken & Archive: Bücher und Medien erhalten Barcodes für Ausleihe und Rückgabe. Selbstverbuchungssysteme beschleunigen den Vorgang.

    Ticketing & Events: Eintrittskarten tragen QR-Codes oder Barcodes, die am Eingang gescannt werden. Fälschungen werden erkannt.

    Dokumentenverwaltung: Akten und Dokumente werden mit Barcodes versehen, um sie schnell wiederzufinden und zu digitalisieren.

    Vermietung & Verleih: Werkzeuge, Fahrzeuge oder Equipment werden gekennzeichnet, um die Rückgabe zu überwachen.

    Zugangskontrolle: Mitarbeiterausweise mit Barcode ermöglichen den Zutritt zu gesicherten Bereichen.

    QR-Code für Endkunden

    Verbraucher scannen QR-Codes mit dem Smartphone, um Produktinformationen, Bedienungsanleitungen oder Authentifizierungsnachweise abzurufen.

    Einstieg: So starten Sie

    Der Einstieg in die Barcode-Nutzung muss nicht kompliziert sein. Mit wenigen Schritten können auch kleine Unternehmen profitieren.

    1. Bedarf analysieren: Was soll gekennzeichnet werden? Wie viele Etiketten pro Tag? Welche Umgebungsbedingungen herrschen? Diese Fragen bestimmen die Anforderungen.

    2. Code-Typ wählen: Für den Handel benötigen Sie EAN/GTIN-Nummern. Für interne Zwecke können Sie eigene Nummernkreise definieren und Code 128 oder QR-Codes verwenden.

    3. Hardware beschaffen: Ein Etikettendrucker ab ca. 300€ und ein Handscanner ab ca. 50€ reichen für den Einstieg. Viele Systeme sind sofort einsatzbereit.

    4. Software einrichten: Etikettensoftware ist oft im Lieferumfang enthalten. Die Anbindung an Warenwirtschaft oder Excel ist in der Regel unkompliziert.

    Typische Einführungszeit

  • Kleines Lager (intern)1–2 Tage
  • Versandhandel mit Anbindung1–2 Wochen
  • Produktion mit Rückverfolgung2–4 Wochen
  • Großes ERP-Projekt2–6 Monate
  • Klein starten, später erweitern

    Viele Unternehmen beginnen mit einem Bereich – etwa dem Warenausgang – und erweitern das System schrittweise auf Lager, Produktion und Inventur.

    Praxis-Fallbeispiele

    Online-Händler mit 500 Bestellungen/Tag

    Ein mittelständischer Online-Shop setzt Thermodrucker für Versandetiketten und Pick-Listen ein. Die Kommissionierung erfolgt per Handscanner, Fehler bei Sendungen sanken um 85%.

    Investition: ca. 2.500€ | ROI: 4 Monate

    Metallverarbeiter mit Chargenverfolgung

    Ein Zulieferer kennzeichnet jedes Bauteil mit DataMatrix-Code. Bei Qualitätsproblemen lässt sich die betroffene Charge in Minuten identifizieren – früher dauerte das Tage.

    Investition: ca. 8.000€ | ROI: 8 Monate

    Werkzeugverleih mit Bestandskontrolle

    Ein Baumaschinenverleih versieht alle Geräte mit Barcode-Etiketten. Ausgabe und Rückgabe werden gescannt, Schwund und "verlorene" Werkzeuge reduzierten sich um 70%.

    Investition: ca. 1.200€ | ROI: 3 Monate

    Arztpraxis mit Probenverwaltung

    Eine Laborpraxis druckt Barcode-Etiketten für Blutproben direkt bei der Entnahme. Verwechslungen wurden eliminiert, die Dokumentation erfolgt lückenlos.

    Investition: ca. 900€ | ROI: 2 Monate
    barcode-druck.de

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